Donnerstag, 23. Mai 2013

Inneres Kind

Ja, das innere Kind zu lieben ist schön!
Es zu Achten, zu verwöhnen, zu knuddeln.....
Das ist doch super toll!

Die Verletzungen des inneren Kindes zu heilen und die Wunden zu versorgen....
Das tut gut, sich selbst zu lieben und dieses dem inneren Kind auch mal zu zeigen!

Ich liebe mein inneres Kind!
Wirklich!

Doch ich sehe es als das was es ist!
Einen Anteil meiner Persönlichkeit, der einen Standpunkt hat!
Nämlich den eines Kindes und nicht den eines Erwachsenen!

Ja, ich bin wieder Böse!
Ich werde jetzt mal mit dem Mythos aufräumen, der sich seit Jahren um das innere Kind entwickelt hat!

Woher ich mir das recht heraus nehme?

Weil ich auch die Dinge kritisch betrachte und weil ich mir die Freiheit nehme dies zu tun!

Wie gesagt, das innere Kind ist ein Anteil unserer Persönlichkeit, und wir kümmern uns erst darum wenn wir erwachsen geworden sind, weil wir feststellen, das es verletzt wurde, mehr oder minder schwer!

Sich darum liebevoll zu kümmern ist gut und wichtig!

Doch wo ich anfange meine Kritik zu üben, ist dieses innere Kind zu leben!

Und zwar mit aller Konsequenz zu leben, wie es viele Ratgeber raten!

Ja schauen wir doch mal hin!

Das Kind kommt auf die Welt und das was es braucht ist Liebe, ok, Essen, ok, Windeln, ok!
Also erst mal dreht sich alles um diese Dinge, ganz egoistisch.
Das Kind an sich ist erst mal Selbstbezogen und Egoistisch, den es geht ums überleben.

Ich weiß von was ich rede, ich habe drei davon!
Und zur Anmerkung, ich Liebe sie über alles!

Das Kind wird erwachsen, entwickelt sich und in dieser Entwicklung lernt es zu verstehen, das es anderen nicht weh tun kann, es bekommt ein Gefühl für Schuld!
Sozusagen ein Gewissen, das natürlich geprägt ist, von den Werten, die es durch Eltern, Familie, Gesellschaft mitbekommt!

Wenn man kleine Kinder beobachtet, und ich habe das häufig getan, stellt man fest, das sie aus reiner Unschuld etwas tun, und erst durch erklären, sehen, fühlen, hören, evtl. riechen und schmecken verstehen, was sie tun, und daraus lernen.

Wie ist es aber mit dem inneren Kind in uns?

Dieses Kind bleibt in einem gewissen Stadium stehen!
Den ist ein psychischer Anteil in uns, der an einer Schwelle stehen bleibt und nicht mehr wächst!
So haben wir auch einen Anteil eines Pupertierenden, eines Arbeitenden, eines Schülers, eines jungen Erwachsenen u. s. w. in uns!

Immer wächst ein Anteil und wenn der Zeitpunkt gekommen ist, so bleibt er mit dem erlernten stehen und auch mit seinen Strategien!

So und nun mal ein kleines Experiment!

Ihr seit, sagen wir mal, sechs Jahre alt, erinnert ihr euch wie ihr damals wart, mir allem was ihr tatet und getan habt und erlebt habt!
Das ist jetzt mal für ein paar Minuten, euer inneres Kind!
Und jetzt erlaubt euch mal für einen kurzen Augenblick, dieses Kind in euer jetzt zu hohlen und erlaubt ihm jetzt zu leben, mit all der Verantwortung, die ihr als Erwachsener habt und jetzt lebt!

Wie fühlt sich dieses kleine Wesen in diesem Moment?
Was tut es in eurer Vorstellung?
Wie Verhält es sich?
Was erlebt es gerade in seinen Gefühlen?

Ist es Überfordert?
Mag es diese Situation?
Freut es sich darüber hier im jetzt zu sein?
Lacht es?
Oder zieht es sich ängstlich in ein Ecke zurück?

Kann dieses sechs Jährige Kind, die Last der Verantwortung tragen?



So und nun erlaubt euch, euch als Erwachsenen zu sehen, der dieses kleine Wesen liebvoll nimmt und hinter sich stellt!
Ihr sagt Ihm/ Ihr : " Du bist mein kleiner Schatz und ich schütze dich, weil ich dich Liebe so wie du bist!
Doch ich bin erwachsen und das was ich trage ist für dich zu schwer, deswegen darfst du ein geliebter Anteil in mir sein, der mir hilft mich daran zu erinnern, das es schön ist Kind zu sein!"

Wie fühlt sich das an?
Was geschieht mit euch?
Wo führt es euch hin?

Wenn das innere Kind wirklich gelebt wird im Jetzt, als Erwachsener, bricht es auseinander in tausend Scherben, weil es dieser Verantwortung nicht gewachsen ist!

Will man das wirklich?
Auseinanderbrechen?

Ist es nicht schöner dem inneren Kind in seinem Seelengarten einen Platz zu geben und es zu behüten, wie man es mit seinen eigenen Kindern tun würde?

Die eigenen Kinder lässt man ja auch nicht auf die Strasse laufen, wenn gerade ein Auto kommt, sondern man reißt sie zurück und stellt sie hinter sich!




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