Donnerstag, 29. August 2013

Ein Tropfen Morgentau

Ein Tropfen Morgentau begrüßte mich heute Morgen, als ich nach dem Nachtdienst, draußen eine Zigarette rauchte.

Wunderschön glänzte er an der weißen Blume, deren Name ich jedes mal vergesse!
Stille umfing mich!
Und ich starrte in den Tropfen, der mir vorkam wie ein kleiner Diamant, eben nur nicht so hart!

Ein Sonnenfunken traf auf ihn, brach sich darin und baute einen kleinen Regenbogen in ihm auf.
Ein Anfang und ein Ende!
Wie gebannt beobachtete ich dieses Spiel.
Es trug mich weit weg in eine andere Zeit.
Erinnerungen!

Ich liebe den Wald und im Wald bin ich groß geworden.
Die Bäume die mich behüteten und trösteten, wenn ich als Kind die Welt wieder mal als unsinnig empfand, mit all den Regeln.
Im Wald gab es viele Tropfen, viele kleine Regenbogen, viele Anfänge und immer ein Ende.

Er lehrte mich die Endlichkeit!
Im Wald ist alles ein Kreislauf und der Wald redet. Er spricht, wenn man leise ist, kann man es hören.
Selbst die Dunkelste Ecke redet.
Tiere machen Geräusche, jedes auf seine Art.
Die Blätter rascheln, wenn der Wind sie bewegt.
Die Rinde des Baumes, ist voller Gerüche.
Der Boden ist weich unter den Füßen.
Die Büsche geben Früchte, die ihren süßen Saft im Mund verbreiten.
Das Moos ist ein zartes Bett, auf dem man sich niederlassen kann und ausruhen.

Der Wald ist ein sanftes Wesen.
Doch er weiß eben auch um den Kreislauf des Lebens!
Er ist Natur!
Und was in ihm Lebt stirbt auch in ihm um dann wieder in anderer Form wieder in ihm zu Leben!

Im Wald bin ich Still!
Im Wald bin ich ich!

Jemand spricht mich an und reißt mich aus meiner Erinnerung.
Heute war ein Tag für in den Wald zu gehen.
Heute war ein guter Tag!
Heute war ein friedlicher Tag!
Heute wünsche ich allen einen Moment des Friedens, der Stille und der Ruhe!

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Montag, 26. August 2013

Klein Chicago läßt Grüßen

Ja, unsere Stadt ist wieder soweit!

Wir sind wieder klein Chicago!

Menschen werden zusammengetreten und Totgeschlagen, innerhalb von vier Wochen werden achtzig Autos aufgebrochen.

Ja, wir sind wieder da, wo unsere Stadt schon einmal stand.

" Mama!!!!! Mama!!!! Schnell, deine Autoscheibe ist kaputt!!!!!"
Völlig aufgelöst rennt meine mittlere Tochter in die Wohnung. Das lange Haar zerzaust, Tränen in den Augen.

Meine Große und ich stehen in auf.
Zeit verläuft so langsam, das man es als Superzeitlupe bezeichnen könnte.

Ich komme aus der Haustür. Erst ist nichts zu sehen, dann gehe ich ums Auto rum.
Ein gähnendes Loch schaut mich an, als wolle es mich hineinziehen.

" Ok, scheiße, heller Tag ca 17 Uhr 50. Wir waren zu Hause, mitten am Tag, niemand hat was gehört, auch wir nicht. Mein Geldbeutel, ich hatte doch diesen blöden Geldbeutel im Auto, weil ich noch Schuhe für meinen Sohn kaufen wollte." Denke ich.

Also gehe ich um das Auto rum zur Fahreseite öffne es und blicke hinein.
Leere!
Ich bitte meine Große darum noch mal drinnen nachzuschauen.
Sie kommt raus, schüttelt den Kopf.

Ich könnte mir in den Arsch beißen, weiß das ich dies nicht kann, greife zum Handy und rufe die Polizei.
" Dauert ca ne dreiviertel Stunde!" sagt eine säuselnde Männerstimme am Telefon und ich frage mich ob ich wirklich richtig bin.
Gut, die sind angerufen.
Bankkarten sperren lassen.
Kein Problem!
Die Damen sind noch säuselnder als der Mann und ich bekomme langsam Angst.
Zu viel Freundlichkeit hat mich schon immer verdutzt.

Plötzlich fällt mir ein, ich habe keinerlei Ausweispapiere mehr.
Jeep, kann ich mit Leben.

Aufeinmal bemerke ich, das die ganze Nachbarschaft zusammengelaufen ist.
Ich habe da Menschen kennengelernt, die hab ich noch nie zuvor gesehen.

Meine Große hat mittlerweile meinen, unseren Chef angerufen.
Auch er fuhr vor, denn es war ja mal wieder mein Geschäftsauto.

" Willst du nicht mal Schuhe anziehen?"
" Schuhe! Hör mir damit auf. Ich glaube das ist jetzt mein geringstes Problem!" sage ich zu meiner Nachbarin.

Nach zwanzig Minuten kommen unsere Jungs, auf Motorrädern.
Sie beginnen damit Fotos zu machen, Fragen zu stellen, meine kleine erinnert sich an eine Frau mit roten Haaren, Piercing im Gesicht und ne grüne Hose, die da rumgelungert hat.
Nachbarn haben nichts gehört, ich ja auch nicht, also wie sollen sie das hören.

Ich erinnere den Polizisten daran, das er mir eine Bestätigung geben soll, weil ich ja keine Ausweispapiere mehr habe.
Ja, macht er schickt er mir zu, aber ich solle mir keine Sorgen machen, der Geldbeutel tauche wieder auf.

Ja, aber bis dahin, kann ich mich nicht ausweisen.
Also nicht bestätigen das ich die bin die ich bin.
" Gute Frau philosophische Grundsatzdisskusionen sind jetzt nicht so sinnvoll."
" Finde ich schon. Wenn ich nicht beweisen kann das ich die bin die ich bin, wie werden dann ihre Kollegen reagieren?"
" Gut, das ist ein Argument. Haben sie ihren Paß?"
Ich brumme ihn an.
" Kleiner Scherz!" meint er.

Danke, von Scherzen habe ich heute genug.

Die Jungs sind fertig. Steigen auf ihre Maschinen und ich bleibe mit einem Haufen neugieriger Nachbarn, durchgeknallten Kindern und einem Haufen Scherben zurück.

Also tue ich das, was ich am besten beruhigt.
Aufräumen!

Dann gehen auch die Nachbarn!
Meine Kinder gehen rein und schauen fern!

Und während ich die Scherben zusammenkehre, das Auto aussauge, denke ich an eine Zeit, wo man noch höflich war!

Da kamen sie und haben gefragt, ob man ihnen Geld geben könnte!
Zwar hielten sie einem ein Messer vor die Nase oder eine Waffe, doch sie haben gefragt und sie waren höflich, denn meistens benutzen sie noch das Wort Bitte!

Heute machen sie Dinge kaputt!
Tchja, Zeiten ändern sich und die Ganoven auch!

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Freitag, 16. August 2013

Danke

Danke für die vielen Aufrufe!
Danke für die Komentare, die sehr ermutigend sind!
Danke für die rege Diskussion!

Heute ist ein Tag, an dem ich gerne Danke!

Donnerstag, 15. August 2013

Ich liebe Gutmenschen

Oh und wie ich sie Liebe!

Das sind genau diese Menschen, die sich in Parteien einschleichen und für Sex mit Minderjährigen,
im Parteiprogramm werben!

Das sind genau diese Menschen, die andere Heute an den Pranger stellen, jedoch genau solche Pädophile in ihrer Partei behalten und diese auch noch auf Parteitagen reden lassen!

Das sind genau diese Menschen, die heute zurücktreten und sich Schämen, für Aussagen die sie getroffen haben und auch noch schriftlich festgehalten haben!

Diese Menschen fragen nicht, wie es denen geht, die ihre Nähe ertragen und aushalten mussten!
Sie sind einfach nur damit beschäftigt ihren Hintern zu retten!

Das sind diese Menschen, die auf der einen Seite Zwangsehen verurteilen, die aber nichts getan haben um es zu verhindern!

Gutmenschen!
Sie schreien am lautesten, doch sie haben selbst soviel Dreck unter ihrem Teppich, das der Mount Everest ein Zwerg ist.

Das sind diese Menschen, die sich hinstellen und über Frauen wie mich sagen:

" Wenn du heute so lebst und Kinder hast, dann kann es ja nicht so schlimm gewesen sein!"

Sie urteilen über eine Frau, von der sie nicht wissen, wie lang der Weg ist, bis man da steht wo man heute steht!

Ich antworte dann mit einem Lächeln:

" Wenn du in deine Vagina eine grobe Holzraspel gerammt bekommst und nicht schreist, wenn du Zigaretten in deinem Intimbereich ausgedrückt bekommst und trotzdem es schaffst in die Schule zu gehen, wenn du es schaffst, nachdem du gewürgt wurdest bis zur Bewusstlosigkeit, wieder aufzustehen und deine Hausaufgaben zu machen, obwohl du nicht weißt, ob du beim nächsten mal noch am Leben bist, wenn du es schaffst trotz allem, immer noch Achtung, Liebe, Mitgefühl, Freundschaft, Vertrauen in Menschen zu setzten, wenn du es schaffst deine Kinder zu lieben, wenn du es schaffst es zu genießen mit einem Mann zusammen zu sein, ohne das Panik und Angst dich ergreifen, wenn du es schaffst Sexualität neu zu entdecken und dich fallen zu lassen!

Wenn du genau diesen Kampf gekämpft hast!
Wenn du all das geschafft hast!
Wenn du dann in meinen Schuhen stehen kannst und nicht zusammen brichst wie ein Häufchen Elend!
Wenn all das in deinem Leben einen Platz gefunden hat und du sagen kannst, es war so!
Wenn du es geschafft hast zu Verzeihen!
Wenn du nicht auf dem Grab deines Täters tanzt!
Dann und nur dann, kannst du eine solche Aussage tätigen!"

Kinder haben das Recht, emotional und körperlich als neutral angesehen zu werden.
Sie haben das Recht selbst zu bestimmen, wann für sie der Zeitpunkt gekommen ist!
Sie haben das Recht, für sich zu entscheiden und nicht ausgenutzt zu werden, weil man ihre Abhängigkeit zu einem Erwachsenen benutzt!

Sie haben das recht Kinder zu sein!
Mit all dem was sie sind!

Menschen, die damals wie heute nicht bereit sind, diese Programme und diese Geschichte aufzuarbeiten, sich aber trotzdem hinstellen und heute von Gesetzesänderungen Reden, sollten sich mal Gedanken machen, dass sie es sind und waren, die durch diese Diskussionen, schärfere Gesetze verhindert haben!
Das ist ein Punkt auf den man mal nachschauen sollte!

Mit Sicherheit, wird keiner dieser Menschen, diesen Post lesen!
Denn wenn, dann dürfte er sich gerne mit mir mal in eine Talkshow setzten und über diese Vergangenheit reden!

Dann dürfte er sich gerne mit mir und meiner Geschichte auseinandersetzen!

Doch dazu fehlt ihnen der Mut!

Den Mut haben Frauen und Männer wie ich, den wir haben das Schlimme hinter uns, und es hat uns zu starken Menschen gemacht!

Wir haben keine Angst, davor unsere Vergangenheit zu betrachten, weil wir es getan haben und weil wir es können!

Wir sind die, die uns hinstellen und uns Demütigen lassen müssen, weil die Gesellschaften der Gutmenschen in uns nur Opfer sehen will, aber keine starken, unabhängigen, kraftvollen Menschen, die das Leben Achten, Respektieren und Lieben, trotz dem und trotz allem was uns passiert ist!

Ich fordere Sie, die Sie damals, ein solches Programm befürwortet haben, auf, gehen sie mit mir in eine Talkshow, stellen sie sich ihrer Vergangenheit, so wie ich es mit meiner gemacht habe und schauen sie mir dabei in die Augen!

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Sonntag, 11. August 2013

Schmerzen

Kennt ihr das?

Schmerzen, die einen dazu bringen, zu überlegen ob man jetzt einen Amoklauf begeht oder ob man besser sterben will!

Bestimmt, kennt ihr das!

Kopfschmerzen, die einen dazu bringen den Wahnsinn vor zu ziehen!
Man verzieht sich in das dunkelste Eck, dass man finden kann, legt sich irgendetwas über die Augen.
Das warten darauf, das endlich das Schmerzmittel wirkt.

Clusterkopfschmerz!

Erst rennt man durch die Gegend wie ein aufgescheuchtes Huhn nur um dann irgendwann in völliger Erschöpfung an Ort und stelle liegen zu bleiben.

Ja, so ist das.
Zum Schmerz und der Unruhe, gesellt sich noch Aggression dazu.

Ja, da sind sie ja wieder meine drei lieben Freunde. Sie feiern mal wieder eine Party und ich bin ihr Partykeller.
Super!
Ich frage mich, wann sie den Termin ausgemacht haben.
Immer dann wenn ich mich auf einen Abend voller Ruhe freue, treten sie auf.

Manchmal kriege ich sie.
Da nehme ich schon beim kleinsten Anflug, Schmerzmittel in der Tagesdosis.
Aber das scheint sie nicht zu Jucken.
Spätestens, wenn ich dann im Restaurant sitzte, sagt mir mein Magen: " Nix da, Essen ist heute nicht. Sonst spuck ich es wieder aus.!"

Natürlich hör ich nicht darauf.
Bestelle mir, wohlweislich das ich es eh nicht lang drin behalte, Nudeln.
Meine Unruhe wird schlimmer.
Früher konnte ich dann wenigstens rauchen, was ja nicht gerade Förderlich ist aber es ist etwas wo man sich beschäftigen kann.
Heute sitzt man da, auf das was mein Gegenüber redet kann ich schon lange nicht mehr konzentrieren!
Ich spüre, wie mir immer flauer wird.
Meine Muskeln zittern und am liebsten würde ich jetzt hier rausrennen.
Geht aber nicht.
Langsam kommen die ersten Schweißausbrüche und das Essen.

Immer noch redet mein Gegenüber und schiebt sich genüsslich eine Gabel nach der anderen ein.
Beim mir fängt gerade die Party an und ich will nur noch eines.
Hier raus.
Alles riecht schrecklich, die Menschen sind zu laut und der Typ auf der anderen Seite des Tisches schmatzt.

Ah, da ist sie ja.
Sie hat gefehlt.
Aggression.
Jetzt sind sie alle zusammen.
Ich fange an zu zittern.

" Ist mit dir alles Ok?"
Saublöde Frage, wenn du nicht so mit deinem Scheiß Leben beschäftigt wärst, würdest du sehen, das ich gerade davor bin dir den Hals um zu drehen, denke ich.

Atme tief durch.
" Ich ...., mir ist nicht gut. Ich glaube, ich gehe besser nach Hause!" antworte ich leise.
Mittlerweile, kann ich meinen Kopf kaum noch drehen, meine Bluse ist durchgeschwitzt und ich habe den leichten Anflug, von Mordgedanken.

" Ach nein, jetzt wo ich dir gerade erzählen wollte, wie ich den Vertrag über die Lebensversicherung abgeschlossen habe! Also das war..., "

Ich rufe die Kellnerin und zahle.
Gehe an mein Auto.
Ich glaube, er hat nicht mal bemerkt, dass ich gegangen bin.

Jedenfalls hat er der Kellnerin ziemlich lange in den Ausschnitt geschaut.

Als ich zu Hause bin, bin ich dann doch ganz froh, das sie heute Party feiern.
Allein die Vorstellung mit ihm bei klarem Verstand, Abend zu essen, davor graut mir jetzt.

Ich kotze die Nudeln raus und höre meinen Magen sagen: " Ich hab es dir gesagt!"
" Ja, ist gut!" bluffe ich ihn an.
Lege mich hin.
Schmerz, Unruhe und Aggression halten für einen Moment inne.
Brav sage ich Danke.
Auch wenn ich jetzt hier liege und mich für die nächsten paar Stunden nicht vom Fleck rühren kann, so bleibt mir doch ein langweiliger Abend erspart.

Vielleicht sollte ich die drei Fragen ob ich mit feiern darf!
Vielleicht gibt es gute Musik und was leckeres zu trinken!
Doch bevor ich Fragen kann, muss ich mich noch mal übergeben, danach habe ich keine Lust mehr und beschließe einfach zu schlafen.
Wenn ich aufwache, geht es mir besser!
Aber die drei werden einen deftigen Kater haben!
Dieser Gedanke bringt mich zum lächeln!

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Donnerstag, 8. August 2013

Nicht die Nerven verlieren

Klar....
Ich bin ganz ruhig....
Gelassen....
Friedlich....

Ich bin im Himmel von Friede, Freude Eierkuchen und lasse mich von Licht und Liebe Fanatikern umgeben!

Nicht die Nerven verlieren Kleines, rede ich mir gut zu und versuche weiter dem Treiben dieses
so genannten spirituellen Helfers, seinen lauf zu lassen.

Ok, ich bin selber Schuld!
Ich habe mich überreden lassen zu so einem Seminar mit zu gehen. Ein Kumpel von mir, hat mich eingeladen.
Er meinte, ich könnte wohl damit was anfangen.

Er tippte wohl darauf, weil ich mich für Mystik und Religion Interessiere.
Die Esoteriker-Szene ist mir jedoch Fremd und ich kann nicht viel mit dem Licht und Liebe Gerede anfangen.

Doch ich bin mit!

Jetzt saß ich in diesem Raum, mit ca. 50 Menschen, die gespannt auf einen Mann warteten, der Ihnen bei ihren Lebensproblemen Hilfe versprach.

Jeep, nach dem Erlebnis diese Woche mit dem Peterle- Syndikat, kommt das mir gerade recht.

Der Mann kam.
Lässig gekleidet stand er auf dem Podium und fing an über das innere Kind zu reden, das ja ach so verletzt bei uns allen ist!
Und er sprach davon, dass wir es sind die in unserem Leben die Ursache allen Geschehens sind.
Er sprach von Partnerschaften die für uns ein Weg sind unsere Schuld zu sehen und unsere Fehler und wenn wir in einer Partnerschaft sind, das man da immer zu viert ist.
Zwei erwachsene und zwei innere Kinder.

Er sprach davon, das das innere Kind gelebt werden müsse.

Das waren schon die Momente, wo ich einfach auf die Bühne laufen wollte und meinem inneren Kind die Freiheit lassen wollte, ihn zu hauen.

" Durch unsere Liebe, sind wir in der Lage die Welt zu retten! Wir müssen nur genug Liebe in uns aufbringen, dann wird das Schlimme von ganz alleine aufhören. Wir müssten nichts tun nur lieben. Und wenn das Schlimme in unserem Leben auftritt, dann hätten wir nicht genug geliebt! Ich erkläre das in meinen Büchern und CD und auch in meinen Einzelstunden und in meinen Seminaren!"

Jetzt tobte mein inneres Kind wirklich.
Und ich dachte mir: " Wenn er sagt, dass man sein inneres Kind leben soll, dann lass ich es jetzt mal!"

Jedes mal, wenn er seine CD´s, Bücher, Seminare erwähnte, murmelte mein inneres Kind, gleichzeitig: " Denkt nicht an den grünen Elefanten mit den Feuerroten Punkten!"
Es war nur so laut, das es nur mein direktes Umfeld mitbekam.
Zwar wurden sie etwas unruhig, aber sie schickten mir ganz viel Liebe, so das mein inneres Kind sich sehr darüber freute und sich sagte: " Wenn die mir Liebe schicken, finden sie es gut! Denkt nicht an den grünen Elefanten mit den feuerroten Punkten!"

So ging es fast drei Stunden.
Er redete.
Ich murmelte.

Ich konnte spüren, wie die Aufmerksamkeit um mich, immer mehr auf mich kam.
Das war mir recht.
Mal schauen ob es funktionierte.

Endlich kam er zum Ende!

" Haben sie noch Fragen?" Sagte er.
Zwei Reihen vor mir stand eine Frau auf.

" Was meinten sie eigentlich mit ihrem Beispiel von dem grünen Elefanten mit den Feuerroten Punkten?" fragte sie.

Völlige Verwirrung in seinem Gesicht.

" Ja, das würde mich auch interessieren!" sagte ein Mann hinter mir.

" Ich habe nichts von einem solchen Elefanten erwähnt!" antwortete er völlig verdutzt.

" Doch, doch haben sie. Ich glaube es war als über die Verletzungen des inneren Kindes sprachen!"
" Nein! Hab ich.."
" Aber sicher haben sie das! Ich habe es doch genau verstanden, aber es war nicht beim inneren Kind, sondern als es um die Partnerschaft ging." redete ein man dazwischen. Er saß drei Stühle neben mir.

Plötzlich meldete sich jemand etwas weiter weg.
" Also ich bin auch der Meinung, das sie uns das mit dem Elefanten erklären sollte." Die Frau stemmte die Hände in die Hüfte.

" Ich habe nie einen Elefanten erwähnt!" stotterte er.

Seltsamer weise, fingen sich jetzt an die Leute über den Sinn dieses Elefanten zu unterhalten und immer wieder versuchte er zu versichern, das er eben diesen nicht erwähnt habe.

Langsam musste er sich ziemlich verarscht vorkommen.
Ok, ein bisschen Mitgefühl hatte ich schon.
Aber nicht viel.

Ich stupste meinen Kumpel an und stand auf.
" Lass uns gehen!"
Er folgte mir brav.

Draußen lachte ich laut los und ich liebte mein inneres Kind dafür.

" Sag mal, jetzt mal ehrlich. Er hat das mit dem Elefanten nicht erwähnt oder?"
Nachdem ich mich ausgelacht hatte, konnte ich antworten.

" Nein hat er nicht."
" Das warst du!"
" Jeep!"
" Aber wieso sagen sie er war es!"

" Ganz einfach. Ich habe leise gesagt, das sie nicht an den grünen Elefanten mit den feuerroten Punkten denken sollen. Nicht wird im Unterbewusstsein nicht wahr genommen, und so mussten sie an diesen Elefanten denken. Dadurch, das ich leise sprach, war ein Teil ihrer Aufmerksamkeit bei mir, weil sie ja wissen wollten was ich sage. Menschen sind neugierig. Doch sie wollten auch mitbekommen was er sagt.
Das Unterbewusstsein verknüpft also beides und macht eines daraus. Das andere ist Gruppendynamik.
Sobald zwei oder mehr Menschen davon fest überzeugt sind, das etwas gesagt oder getan wurde, werden die anderen folgen.
Aus dem einfachen und simplen Grund, das sie dazugehören wollen und je mehr behaupten das etwas so ist wie es ist, desto mehr werden folgen.
Simple Psychologie:"

" Du bist schon ein kleines Miststück!"
" Jeep, doch mal ehrlich, lieber einen grünen Elefanten mit feuerroten Punkten, wie so ein Buch in dem du dazu verdammt bist immer Schuld an dem Schlimmen im Leben zu sein!"

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Montag, 5. August 2013

Kampf um die Petersilie

Was?
Wie?

Kampf um die Petersilie!

Na versucht mal Montags in Landau Petersilie in Geschäften zu kriegen.

Da geht man in den ersten Laden!
Nix!
Der zweite Laden!
Nix!

Im dritten stellt man fest, es war jemand schneller.
Ok, wieder nix!

Die Leute schauen einen blöd von der Seite an, weil man sich schon Barfuss durch die Gegend bewegt.

Die Sonne steigt, die Hitze auch und man wird langsam aggressiv.

" Hey kein Geld für Schuhe?" ruft der Mann mir hinter her, der mir die Petersilie vor der Nase weggeschnappt hat.
" Ich hab sie verkauft um mir Peterle leisten zu können!" blaff ich ihn an und werfe ihm einen bösen Blick zu.
Er läuft rot an und versteckt sich in der Schlange an der Kasse.

Ich weiter.
Drei Läden hab ich nun schon abgeklappert.
Im Auto, das mittlerweile 35 Grad hat ( Ich habe keine Klimaanlage), überlege ich mir, das ich eine Strategie brauche.
Auf der Fahrt kommt mir der Gedanke, dass es Vielleicht eine Petersilien- Verschwörung gibt!

Nur die die zu einer speziellen ausgewählten Gruppe gehören, bekommen den Peterle im Topf.
Verdammt, die wollen sicher auch die Weltherrschaft.
Vergiss NSA und BND, vergiss Skull and Bones und die Illuminaten.

Die sind nichts gegen das Peterle- Syndikat.

Dieses Syndikat, will das wir uns nach Peterle sehnen. Es verkauft nur noch so wenig wie möglich, um die Preise zu steigern und um ein Monopol zu kriegen.
Sie wollen nur an unser Geld.

Sie sind schlimmer als die Banken und ihre Vorstände, schlimmer als unsere Politiker, die uns naja sagen wir mal, versuchen zu erklären, dass die Welt ein Rosaroter Ponyhof ist und kein alter Bauernhof, der kurz vor der Pleite steht.

Ja, das Peterle- Syndikat.
Wir haben es nicht bemerkt.
Heimlich und verborgen haben sie sich in die Welt eingeschlichen, unbemerkt von uns, weil wir so abgelenkt sind von dem geschehen um uns herum.

Aber nicht mit mir!

Ich will meine drei Petersilienstöcke im Topf und ich kriege sie.

Ich fasse diesen Entschluss, fahre auf den Parkplatz, halte, steige aus und renne in den Laden.
Mit dem festen Vorsatz mir mein Peterle zu holen, koste es was es wolle.

Fünf Minuten später habe ich das was ich mir ersehnte, zahle und gehe nach draußen.

Im Auto atme ich durch.

Denen habe ich es gezeigt!
Zufrieden starte ich mein Auto und fahre nach Hause.
Jetzt kann ich mich endlich um die wichtigen Dinge im Leben kümmern.

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Der Reiche und der Rabbi

Der Reich fragte einen Rabbi:" Wie werde ich noch reicher?"
Der Rabbi antwortete:" Geh auf die Straße und beobachte!"

Der Reiche tat was der Rabbi ihm gesagt hatte.
Nach einer Woche kam er zurück zum Rabbi.

" Rabbi, ich habe getan was du gesagt hast! Doch ich habe noch immer keine Antwort auf meine Frage!"

"Geh auf die Straße und beobachte!" antwortet der Rabbi.

Das alles wiederholte sich sieben Wochen lang.
In der siebten Woche kam der Sihn des Reichen zum Rabbi.

" Rabbi wisst ihr wo mein Vater ist?"
" Auf der Straße und beobachtet!"
Der junge Mann schlug die Hände vor sein Gesicht.
Er rannte durch die Straßen der Stadt und suchte seinen Vater!
Spät in der Nacht fand er ihn, auf einem Bürgersteigsitzend, nicht gewaschen, stinkend, die Kleider zerrissen.

"Vater was sitzt du hier auf der Straße und beobachtest?
Mutter ist krank vor Sorge, meine Schwester lässt sich mit den falschen Menschen ein und das Geschäft läuft nicht mehr."


Ein halbes Jahr später trifft der Rabbi den Reichen.
" Und hast du deine Antwort gefunden?"fragt er den Reichen.
" Ja, habe ich"
" Wie lautet sie?"
" Wenn man satt ist, braucht man nicht mehr!"